Simone, wie lange
warst Du bei jäger&jäger?

Oh je, aus dem Steg­reif kann ich das nur so unge­fähr sagen, ich glaube es waren ins­ge­samt sechs Jahre … ich habe dort ja schon wäh­rend des Stu­di­ums (nach mei­nem Pra­xis­sem­ses­ter) zwei Tage die Woche gear­bei­tet …

Wie bist Du über­haupt nach
Van­cou­ver gekom­men?

Ich hatte schon 2012 beschlos­sen, meine Zukunft in Van­cou­ver zu pla­nen, da mein dama­li­ger Freund und heu­ti­ger Mann dort lebt(e) und vor allem beruf­lich eini­ger­ma­ßen gebun­den war. Wir haben zwar auch die Option Boden­see geprüft, aber mein Mann fuhr und fährt zur See, für ihn ist das ’ne Pfützehallo? … ich habe den Ter­min dann noch zwei Jahre vor mir her­ge­scho­ben, ganz so ein­fach war der Schritt dann doch nicht.

Wie lief das ab?

Da ich ja über zwei Jahre Zeit hatte mich dar­auf vor­zu­be­rei­ten, war das schon über­schau­bar. Zudem ich zum Abschied ja das jj-Über­le­bens­pa­ket mit auf den Weg bekom­men habe (mit allem, von der Schürze bis zum Früh­stücks­brett, auf das man ein Geweih dru­cken kann …) und das hat dann doch ziem­lich über den Tren­nungs­schmerz hin­weg­ge­hol­fen…

„Das extrem flexible 
 Arbeiten der letzten 
 sechs Jahre […] 
 war schon die ideale 
 Vorbereitung““

Was machst Du heute?

Nach­dem ich anfangs noch jj-Pro­jekte über den Teich gemacht habe (so ganz haben wir die Idee für die­ses Modell auch noch nicht ab gelegt, ich bin mit mei­nem Rech­ner noch ver­bun­den und min­des­tes ein­mal im Jahr in Über­lin­gen) arbeite ich heute als Lead­de­si­gne­rin für Fatcat.

Wie hat Dich Deine Zeit am Boden­see
auf das Arbei­ten und Leben in

Bri­tish Colum­bia vor­be­rei­ten kön­nen?

Also, auf die Bären hier hat mich tat­säch­lich nie­mand vor­be­rei­tet, aber das extrem fle­xi­ble Arbei­ten der letz­ten sechs Jahre, bei dem ich mit wirk­lich allen Berei­chen und Aspek­ten des Design­be­rufs in Kon­takt gekom­men bin, war schon die ideale Vor­be­rei­tung auf alles was da – auch inter­na­tio­nal – so kom­men kann …

„Also, auf die Bären hier
 hat mich tatsächlich 
 niemand vorbereitet““

An was denkst Du
am liebs­ten zurück?

Das Team und alles was damit zusam­men­hängt ver­misse ich schon, den See natür­lich auch (auch wenn mich das Was­ser in BC so eini­ger­ma­ßen dar­über hin­weg­trös­tet. Ach ja, die Rei­sen zu den Award­ab­ho­lun­gen zu denen ich (durch­aus nicht unfrei­wil­lig) gezwun­gen war … und Kajak­fah­ren bei +20°C …

Wo siehst Du Dich
in 10 Jah­ren?

Keine Frage, am Boden­see (ist dann doch wär­mer …)